Fragen und Antworten

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Als Kartengrundlage kommen 100 x 100 Meter Gitter des BKG (Bundesamt für Kartographie und Geodäsie) zum Einsatz. Insgesamt werden über 35 Millionen Gitterzellen dargestellt, die über einen AGS (Amtlichen Gemeindeschlüssel) verfügen. Seegebiete sind ausgenommen.

Die Mobilfunknetzbetreiber wurden aufgefordert, für jede Gitterzelle (100 x 100 Meter) Pegelangaben für die Empfangsleistung nach Frequenzbereichen je Technologie (2G, 4G und 5G) zu machen. Für die verschiedenen Technologien hat die Bundesnetzagentur Mindestpegel vorgegeben. Weiterhin wurde festgelegt, dass bei der Berechnung der Versorgung die Verbraucherperspektive (1,5 m über Grund) als Höhe eingenommen werden soll. Darüber hinaus wurden weitere technische Parameter hinsichtlich der Qualität des Signals vorgegeben. Diese betreffen u.a. die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit erreichten Mindestdatenraten (in Mbit/s) am Rand der Mobilfunkzelle.

Die gesetzliche Grundlage für die Veröffentlichung der Daten zur Mobilfunkversorgung beschränkt sich auf die öffentlichen Mobilfunknetzbetreiber. In Deutschland betreiben aktuell die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland bundesweite öffentliche Mobilfunknetze. Sie besitzen entsprechende Frequenznutzungsrechte. Im Jahr 2019 konnte ein weiteres Unternehmen, die 1&1 Mobilfunk GmbH (vormals Drillisch Netz AG, im Folgenden 1&1), Frequenznutzungsrechte ersteigern. Sobald 1&1 ein Mobilfunknetz betreibt, wird die entsprechende Netzabdeckung veröffentlicht.

Derzeit wird der aktuelle Stand mit 2G, 4G und 5G dargestellt.

Die Mobilfunk-Technologien 2G, 4G und 5G stehen für die unterschiedlichen Mobilfunk-Standards bzw. Generationen. 2G wird auch mit GSM (Global System for Mobile Communication) bezeichnet, 4G mit LTE (Long Term Evolution) und 5G steht für die fünfte Mobilfunktechnologie, die von drei Hauptanwendungsfällen geprägt sein wird. Dazu zählen eine hohe Bandbreite im Gigabitbereich für den Datentransfer (enhanced Mobile Broadband (eMBB)), die Möglichkeit, eine Vielzahl von Geräten untereinander zu verbinden (Massive Machine Type Communications (mMTC)) und eine sehr hohe Zuverlässigkeit bei gleichzeitig extrem geringer Latenz (<1ms) (Ultra Reliable Low Latency Communications (URLLC)).

Der aktuelle Ausbau von 5G-Netzen beruht im Wesentlichen auf der bestehenden 4G-Infrastruktur. Dabei kommt vor allem das Dynamic Spectrum Sharing (DSS) zum Einsatz. DSS erlaubt die gleichzeitige Nutzung von 4G und 5G im gleichen Frequenzbereich. Die zur Verfügung stehende Bandbreite eines bestimmten Frequenzbands wird dabei bedarfsgerecht auf die in einer Funkzelle aktiven 4G- und 5G-Nutzer aufgeteilt. Auf diese Weise kann verhältnismäßig schnell eine 5G-Versorgung in der Fläche erreicht werden.

Seit Herbst 2019 kann der Mobilfunkstandard 5G in Deutschland genutzt werden. Der bisherige Ausbau von 5G-Netzen ist aber noch maßgeblich auf die bestehende 4G-Infrastruktur angewiesen. Man spricht dabei auch von 5G Non-Standalone. Bei den aktuellen 5G-Netzen mit Dynamic Spectrum Sharing (DSS) handelt es sich ebenfalls um 5G Non-Standalone.

Der Aufbau reiner 5G-Netze, auch 5G Standalone-Netze genannt, hat vor kurzem erst die Pilotphase verlassen und macht bislang nur einen Bruchteil der heutigen 5G-Versorgung aus. Hierfür bauen die Netzbetreiber eine eigene 5G-Netzinfrastruktur mit neuen Antennen und Kernnetzen auf. Durch die exklusive Nutzung der 5G-Netzinfrastruktur und Frequenzressourcen kann zukünftig das volle Potenzial der 5G-Technologie ausgeschöpft werden. Dazu zählen insbesondere höhere Datenraten und niedrigere Latenzzeiten, bspw. für Echtzeitanwendungen.

Die Angaben der Netzbetreiber werden von der Bundesnetzagentur mithilfe der Daten der Funkloch-App validiert. Um die Qualität der Berechnungsmodelle der Betreiber zu überprüfen, werden eigene stichprobenhafte Messungen durch den Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur herangezogen. Darüber hinaus nutzt die Bundesnetzagentur die Hinweise von Verbraucher*innen zu Unstimmigkeiten in der Kartendarstellung, um die Qualität der Datengrundlagen zu verbessern.

Die Bundesnetzagentur hat gegenüber den Mobilfunknetzbetreibern einheitliche Vorgaben hinsichtlich der Berechnung der Mobilfunknetzabdeckung gemacht, um die Vergleichbarkeit der Daten zu gewährleisten.

Mit der Breitbandmessung/Funkloch-App können Nutzer*innen die Netzverfügbarkeit ihres Anbieters erfassen und so vorhandene Funklöcher ermitteln. Die mittels Funkloch-App erfassten Daten werden an die Breitbandmessung übermittelt und in einer separaten Funklochkarte zusammengeführt. Über das Kontaktformular können Sie ebenfalls Unstimmigkeiten in der Kartendarstellung mitteilen. Zudem werden diese Daten im Rahmen des Mobilfunk-Monitorings zur Plausibilisierung der Netzbetreiberdaten herangezogen.

Die Planung sowie der Auf- und Ausbau der Mobilfunknetze und Antennenstandorte liegt in der Verantwortung der Mobilfunknetzbetreiber. Die Standortwahl ist das Ergebnis einer von den Betreibern verantworteten Funknetz- und Versorgungsplanung. Informationen zum aktuellen Planungsstand können Sie ggf. von Ihrer Gemeinde oder dem Breitbandbüro des Bundeslandes erhalten.

Die Funklochkarte bildet die von den Nutzern*innen ermittelte Netzverfügbarkeit ab. Die Endnutzer*innen erzeugen diese mit dem eigenen Endgerät und Mobilfunkvertrag. Das heißt, die Nutzer*innen können nur Daten gemäß ihrer Mobilfunkverträge und der Leistung ihres Endgerätes erfassen. Die Funklochkarte gibt daher keine abschließende Auskunft über die vor Ort maximal verfügbare Netztechnologie des Netzbetreibers. Zudem sind bei der Funkloch-App in einzelnen Regionen wenige Messungen vorhanden. Auch sorgt die hohe Dynamik beim Netzausbau für Abweichungen zwischen den Karten.

Die Bundesnetzagentur hat die Mobilfunknetzbetreiber verpflichtet bis Ende 2022 mindestens 98 % der Haushalte, alle Bundesautobahnen, die wichtigsten Bundesstraßen und Schienenwege sowie bis Ende 2024 alle übrigen Bundesstraßen mit mindestens 100 Mbit/s zu versorgen. Darüber hinaus sollen bis Ende 2024 alle Landes- und Staatsstraßen, die wichtigsten Seehäfen, das Kernnetz der Wasserstraßen sowie alle übrigen Schienenwege mit mindestens 50 Mbit/s versorgt werden. Des Weiteren sind bis Ende 2022 jeweils 1.000 „5G-Basisstationen“ und 500 Basisstationen mit mindestens 100 Mbit/s in „weißen Flecken“ in Betrieb zu nehmen.

„Weiße Flecken" sind im Sinne des Mobilfunkförderprogramms der Bundesregierung Gebiete, in denen „keine Versorgung mit einer mobilen und breitbandigen Sprach- und Datenübertragung (nur 2G) durch mindestens ein öffentliches Mobilfunknetz besteht.“

Bei der Frequenzversteigerung 2019 wurden weitreichende Auflagen zur Mobilfunkversorgung festgelegt. Dazu gehört, dass die Mobilfunknetzbetreiber insgesamt 500 Basisstationen mit mindestens 100 Mbit/s in „weißen Flecken“ bis Ende 2022 in Betrieb nehmen müssen. Zusätzlich besteht eine Verpflichtung aus dem Mobilfunkgipfelvertrag, insgesamt 1.000 Standorte in „weißen Flecken“ zu errichten. Darüber hinaus gibt es Förderprogramme des Bundes und der Bundesländer für den Mobilfunknetzausbau in Regionen, die nicht durch die oben genannten Versorgungsauflagen mit Mobilfunk versorgt werden. Auf diese Weise soll eine möglichst flächendeckende Versorgung mit Mobilfunk erreicht werden.

Die Karte basiert auf errechneten Daten der Mobilfunknetzbetreiber für den Outdoor-Empfang. Für die Qualität und Vergleichbarkeit der Daten hat die Bundesnetzagentur Mindestpegel für die Empfangsleistung vorgegeben. Empfangsverluste können innerhalb von Gebäuden erheblich sein. Dies gilt auch in geringerem Maße, wenn das Endgerät sich in einem Fahrzeug befindet. Im letzteren Fall können weitere Faktoren wie bspw. die Fahrgeschwindigkeit die Empfangsqualität beeinflussen. Zudem hängt die Netzverfügbarkeit auch von anderen Faktoren, wie z.B. der Auslastung der Funkzelle, der Endgeräteleistung und der vereinbarten Leistung des Mobilfunkvertrages ab.

Die Netze der drei Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica werden von einer Vielzahl von Mobilfunkanbietern genutzt. Welches Netz von Ihrem Anbieter genutzt wird, kann in den Einstellungen ihres Endgerätes überprüft werden. Alternativ können Sie sich bei Ihrem Anbieter informieren.

Um den steigenden Bedarfen nach mobilen Breitbandanbindungen nachzukommen, rüsten die Mobilfunkbetreiber ihre Netze auf neue Technologien um. Die 2021 begonnene und zu Ende letzten Jahres vollständige Abschaltung von 3G erfolgte zur Kapazitätserweiterung der 4G-Versorgung und zum Ausbau der 5G-Netze. Die Versorgung mit Sprachdiensten und rudimentären Datendiensten wird weiterhin mit dem 2G-Netz möglich sein. Sollten Sie ein Mobilfunkgerät besitzen, welches maximal 3G unterstützt, empfiehlt sich der Wechsel auf ein mindestens 4G fähiges Mobilfunkgerät, um auch höherwertige Sprach- und Datendienste nutzen zu können.

Informationen zu lokalen Schwerpunkten von Verbindungsabbrüchen bei der Sprachtelefonie sowie zum Grad der Versorgung entlang von Verkehrswegen sind im Download-Bereich unter der Rubrik „Bund“ zu finden. Enthalten ist ein Kartendokument zu Verbindungsabbrüchen je Netzbetreiber sowie ein Kurzbericht zum Grad der Versorgung entlang von Verkehrswegen.

Ein Verbindungsabbruch bei der Sprachtelefonie (auch Gesprächsabbruch genannt) wird als ein unerwartet beendeter Anruf nach einem erfolgreichen Verbindungsaufbau definiert. Die Ursachen für einen Verbindungsabbruch können im Einzelnen vielfältig sein. Typischerweise sind sie auf eine nicht vorhandene oder unzureichende Mobilfunkversorgung zurückzuführen. In Innenräumen oder Verkehrsmitteln kann der Empfang aufgrund von Abschirmungseffekten stark beeinträchtigt sein. Sogenannte „Handover-Fehler“ können ebenfalls zu einem Gesprächsabbruch führen. Dabei geht das Gespräch bei einem Übergang in den Empfangsbereich einer benachbarten Mobilfunkzelle verloren.

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