Grafiken

Hier finden Sie die wichtigsten Marktdaten bezogen auf das Thema Breitband.

Verteilung der vermarkteten Bandbreiten bei vertraglich gebuchten Festnetz-Breitbandanschlüssen

Auf dem Breitbandmarkt wurden auch im Jahr 2021 weiterhin verstärkt Anschlüsse mit hohen nominellen Bandbreiten nachgefragt. Rund 14,3 Mio. Breitbandanschlüsse wiesen Ende 2021 eine vermarktete Übertragungsrate von mindestens 100 Mbit/s auf. Bezogen auf die Gesamtzahl der insgesamt in Festnetzen vermarkteten Breitbandanschlüsse (36,9 Mio.) lag somit deren Anteil bei etwa 39 Prozent. Rund 1,4 Mio. Anschlüsse wiesen eine vermarktete Bandbreite von 1 Gbit/s und mehr auf.

Anteile an den Breitbandanschlüssen in Festnetzen

Die Anteile an den Breitbandanschlüssen geben einen Hinweis über die Wettbewerbsintensität auf dem Breitbandmarkt. Dabei werden zum einen die Anteile betrachtet, die auf die Deutsche Telekom AG entfallen; zum anderen die Anteile der Unternehmen, die mit der Deutschen Telekom AG konkurrieren (Wettbewerber).

Im Hinblick auf die Vermarktung gegenüber Endkunden konnten die Wettbewerber der Deutschen Telekom AG bis zum Ende des Jahres 2021 einen Anteil an der Gesamtzahl aller Breitbandanschlüsse von rund 61 Prozent erreichen und somit ihre Anteile weitgehend behaupten.

Breitbandanschlüsse in Festnetzen

Die Anzahl der vertraglich gebuchten Breitbandanschlüsse stieg bis zum Jahresende 2021 auf insgesamt rund 36,9 Mio. Anschlüsse. Somit verfügten zu diesem Zeitpunkt ungefähr 90 Prozent der Haushalte in Deutschland über einen Breitbandanschluss.

Mit einem Anteil von 69 Prozent (25,4 Mio.) basierte der Großteil der Breitbandanschlüsse weiterhin auf unterschiedlichen DSL-Technologien. Auf alle anderen Anschlussarten entfielen insgesamt etwa 11,5 Mio. Anschlüsse. Hier wurden die meisten Zugänge auf Basis von HFC-Netzen (ca. 8,8 Mio.) realisiert.

Auf Glasfaserleitungen, die bis in die Wohnung oder ins Gebäude der Kunden reichen (FttH/FttB), beruhten rund 2,6 Mio. Anschlüsse. Weniger als 0,1 Mio. Anschlüsse verteilten sich insgesamt auf funkbasierte Technologien (BWA), Festverbindungen sowie Satellit.

DSL-Anschlüsse

Ende 2021 waren insgesamt rund 25,4 Mio. DSL-Anschlüsse in Betrieb. Davon entfielen ca. 13,9 Mio. Anschlüsse auf direkte Endkunden der Deutschen Telekom AG sowie etwa 11,5 Mio. Anschlüsse auf Wettbewerbsunternehmen, welche die DSL-Zugänge zumeist auf Basis von spezifischen Vorleistungsprodukten der Deutschen Telekom AG oder alternativer Carrier gegenüber Endkunden vermarkteten.

An der Gesamtzahl aller DSL-Anschlüsse konnte die VDSL-Technik mit einem Bestand von rund 17,9 Mio. Anschlüssen einen Anteil von ca. 70 Prozent bis zum Ende des Jahres 2021 erreichen. Etwa 8 Mio. VDSL-Anschlüsse wurden von Wettbewerbsunternehmen vermarktet. Rund 9,9 Mio. direkte VDSL-Kunden konnte die Deutsche Telekom AG zu diesem Zeitpunkt verbuchen.

Breitbandanschlüsse über HFC-Netze

Die Aufrüstung der aus Glasfaser- und Koaxialkabel bestehenden Netze (HFC-Netze) ermöglicht zunehmend Angebote von derzeit bis zu 1 Gbit/s im Download. Zum Jahresende 2021 lag die Nutzung der HFC-Infrastruktur bei 8,8 Mio. Anschlüssen, wovon knapp 5,6 Mio. Anschlüsse (64 Prozent) auf nachgefragte Bandbreiten ab 100 Mbit/s entfielen. Der kontinuierliche Zuwachs schwächte sich deutlich ab und lag im Jahr 2021 bei nur noch 100.000 Anschlüssen.

Breitbandanschlüsse über FttH/FttB

Zum Jahresende 2021 stieg die Verbreitung aktiver Glasfaseranschlüsse mit den beiden Zugangsvarianten FttH und FttB für private, gewerbliche und öffentliche Endkunden auf prognostizierte 2,6 Mio. und übertraf den Bestand Ende 2020 um ca. 600.000. Zum Ende des Jahres 2021 entfielen rund 1,7 Mio. Anschlüsse auf FttH (65 Prozent) und rund 0,9 Mio. auf FttB (35 Prozent). Der Anteil der FttH-Anschlüsse übersteigt den der FttB-Anschlüsse seit 2019.

Datenvolumen in Festnetzen

Das durch die Covid-19-Pandemie bedingte veränderte Nutzungsverhalten der Verbraucher führte u. a. dazu, dass sich das festnetzbasierte Gesamtvolumen bis zum Jahresende 2021 nochmals deutlich auf schätzungsweise 100 Mrd. GB steigerte. Umgerechnet auf die einzelnen Anschlüsse in Festnetzen entsprach dies einem durchschnittlichen Datenverbrauch von ca. 226 GB pro Anschluss und Monat.

Kunden mit Bündeltarifen in Festnetzen

Bündelprodukte, die neben einem Breitbandanschluss als Grundlage noch mindestens einen weiteren Telekommunikationsdienst (Festnetztelefonie, Fernsehen oder Mobilfunk) in einem einzigen Vertragsverhältnis enthalten, stellen das Standardangebot der Unternehmen in der Vermarktung gegenüber dem Endkunden dar. Zudem können Verbraucherinnen und Verbraucher durch eine Bündelung von Festnetz- und Mobilfunkverträgen zunehmend Rabatte und exklusive Angebote im Rahmen von speziellen Vorteilsprogrammen in Anspruch nehmen.

Zum Ende des ersten Halbjahres 2021 bestanden bei der Deutschen Telekom AG und ihren Wettbewerbern bereits rund 35,1 Mio. Verträge mit Bündeltarifen sowie Vorteilsprogrammen. Mit einem Bestand von insgesamt ca. 21,5 Mio. Kunden waren insbesondere Bündel mit zwei Diensten weit verbreitet. Bündelangebote, die sich aus drei Diensten zusammensetzten, wurden von rund 12,1 Mio. Kunden nachgefragt. Angebote mit vier Diensten von rund 1,5 Mio. Kunden in Anspruch genommen.

LTE-Teilnehmer und VoLTE-Nutzer

Zum Ende des Jahres 2021 stieg die Zahl der LTE-Teilnehmer um rund 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 71,2 Mio. Zeitgleich bauten 56,4 Mio. (79 Prozent) der LTE-Teilnehmer ihre Gespräche über Voice over LTE (VoLTE) auf. VoLTE bietet gegenüber konventionellen Technologien eine deutlich bessere Sprachqualität, einen schnelleren Verbindungsaufbau und eine effizientere Bandbreitennutzung. Voraussetzung für die Nutzung ist ein VoLTE-fähiges Endgerät in Kombination mit einem entsprechenden Mobilfunkvertrag.

Datenvolumen im Mobilfunk

Der Bedarf an mobilem Datenvolumen nimmt weiter zu. Während zum Jahresende 2020 das Datenvolumen 3.972 Mio. GB betrug, stieg das Datenvolumen nach aktuellen Erhebungen der Bundesnetzagentur zum Ende des Jahres 2021 um 37 Prozent auf 5.457 Mio. GB an.

Im Jahr 2021 hat sich das durchschnittlich genutzte Datenvolumen pro aktiver SIM-Karte und Monat gegenüber dem Vorjahr um etwa 39 Prozent auf 4,3 GB erhöht.