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Hier finden Sie die wichtigsten Marktdaten bezogen auf das Thema Breitband.

Verteilung der vermarkteten Bandbreiten bei vertraglich gebuchten Festnetz-Breitbandanschlüssen

Auf dem Breitbandmarkt wurden auch im ersten Halbjahr 2021 verstärkt Anschlüsse mit hohen nominellen Bandbreiten nachgefragt. Nach vorläufigen Berechnungen wiesen rund 12,7 Mio. Breitbandanschlüsse zu diesem Zeitpunkt eine vermarktete Bandbreite von mindestens 100 Mbit/s auf. Bezogen auf die Gesamtzahl der insgesamt in Festnetzen vermarkteten Breitbandanschlüsse (36,5 Mio.) lag somit deren Anteil bei etwa 35 Prozent. Rund 1,3 Mio. Anschlüsse wiesen eine vermarktete Bandbreite von 1 Gbit/s und mehr auf.

Anteile an den Breitbandanschlüssen in Festnetzen

Die Anteile an den Breitbandanschlüssen geben einen Hinweis über die Wettbewerbsintensität auf dem Breitbandmarkt. Dabei werden zum einen die Anteile betrachtet, die auf die Deutsche Telekom AG entfallen; zum anderen die Anteile der Unternehmen, die mit der Deutschen Telekom AG konkurrieren (Wettbewerber).

Im Hinblick auf die Vermarktung gegenüber Endkunden konnten die Wettbewerber der Deutschen Telekom AG bis zum Ende des ersten Halbjahres 2021 einen Anteil an der Gesamtzahl aller Breitbandanschlüsse von rund 61 Prozent erreichen und somit ihre Anteile weitgehend behaupten.

Breitbandanschlüsse in Festnetzen

Die Anzahl der vertraglich gebuchten Breitbandanschlüsse stieg bis zum Ende des ersten Halbjahres 2021 auf insgesamt rund 36,5 Mio. Anschlüsse. Somit verfügten zu diesem Zeitpunkt rund 90 Prozent der Haushalte in Deutschland über einen Breitbandanschluss.

Mit einem Anteil von 70 Prozent (25,4 Mio.) basierte der Großteil der Breitbandanschlüsse weiterhin auf unterschiedlichen DSL-Technologien. Auf alle anderen Anschlussarten entfielen insgesamt etwa 11,1 Mio. Anschlüsse. Hier wurden die meisten Zugänge auf Basis von HFC-Netzen (ca. 8,8 Mio.) realisiert.

Auf Glasfaserleitungen, die bis in die Wohnung oder ins Haus der Kunden reichen (FttH/FttB), beruhten rund 2,3 Mio. Anschlüsse. Weniger als 0,1 Mio. Anschlüsse verteilten sich insgesamt auf funkbasierte Technologien (BWA), Festverbindungen sowie Satellit.

DSL-Anschlüsse

Zum Ende des ersten Halbjahres 2021 waren insgesamt rund 25,4 Mio. DSL-Anschlüsse in Betrieb. Davon entfielen ca. 13,8 Mio. Anschlüsse auf direkte Endkunden der Deutschen Telekom AG sowie etwa 11,6 Mio. Anschlüsse auf Wettbewerbsunternehmen, welche die DSL-Zugänge zumeist auf Basis von spezifischen Vorleistungsprodukten der Deutschen Telekom AG oder alternativer Carrier gegenüber Endkunden vermarkteten.

An der Gesamtzahl aller DSL-Anschlüsse konnte die VDSL-Technik mit einem Bestand von rund 17,4 Mio. Anschlüssen einen Anteil von ca. 69 Prozent bis Ende des ersten Halbjahres 2021 erreichen. Etwa 7,9 Mio. VDSL-Anschlüsse wurden von Wettbewerbsunternehmen vermarktet. Rund 9,5 Mio. direkte VDSL-Kunden konnte die Deutsche Telekom AG zu diesem Zeitpunkt verbuchen.

Breitbandanschlüsse über HFC-Netze

Die Aufrüstung der aus Glasfaser- und Koaxialkabel bestehenden Netze (HFC-Netze) ermöglicht zunehmend Angebote von derzeit bis zu 1 Gbit/s im Download. Zur Jahresmitte 2021 lag die Nutzung der HFC-Infrastruktur bei rund 8,8 Mio. Anschlüssen, wovon 8,2 Mio. Anschlüsse über gigabitfähige DOCSIS 3.1-Netze realisiert wurden. Der zwischen 2011 und 2016 jährlich noch kontinuierliche Zuwachs von 600.000 bis 800.000 schwächte sich ab und lag von 2017 bis 2020 bei nur noch 300.000 bis 500.000 Anschlüssen.

Datenvolumen in Festnetzen

Das durch die Covid-19-Pandemie bedingte veränderte Nutzungsverhalten der Verbraucher führte u. a. dazu, dass sich das festnetzbasierte Gesamtvolumen bis zum Jahresende 2021 nochmals deutlich gegenüber den Vorjahren steigern wird. Für das Jahr 2021 wird ein Datenvolumen von insgesamt etwa 100 Mrd. GB erwartet. Umgerechnet auf die einzelnen Anschlüsse in Festnetzen würde dies einem durchschnittlichen Datenverbrauch von ca. 225 GB pro Anschluss und Monat entsprechen.

Kunden mit Bündeltarifen in Festnetzen im Jahr 2020

Bündelprodukte, die neben einem Breitbandanschluss als Grundlage noch mindestens einen weiteren Telekommunikationsdienst (Festnetztelefonie, Fernsehen oder Mobilfunk) in einem einzigen Vertragsverhältnis enthalten, stellen das Standardangebot der Unternehmen in der Vermarktung gegenüber dem Endkunden dar. Zudem können Verbraucherinnen und Verbraucher durch eine Bündelung von Festnetz- und Mobilfunkverträgen zunehmend Rabatte und exklusive Angebote im Rahmen von speziellen Vorteilsprogrammen in Anspruch nehmen.

Ende 2020 bestanden bei der Deutschen Telekom AG und ihren Wettbewerbern bereits rund 34,7 Mio. Verträge mit Bündeltarifen sowie Vorteilsprogrammen. Mit einem Bestand von insgesamt ca. 21,2 Mio. Kunden waren insbesondere Bündel mit zwei Diensten weit verbreitet. Bündelangebote, die sich aus drei Diensten zusammensetzten, wurden von rund 12 Mio. Kunden und Angebote mit vier Diensten von rund 1,5 Mio. Kunden nachgefragt.

LTE-Teilnehmer und VoLTE-Nutzer

In den Jahren 2019 bis zum Ende des ersten Halbjahres 2021 stieg die Zahl der LTE-Teilnehmer um rund 15 Prozent auf 68,9 Mio. Zeitgleich bauten 52,9 Mio. (77 Prozent) der LTE-Teilnehmer ihre Gespräche über Voice over LTE (VoLTE) auf. VoLTE bietet gegenüber konventionellen Technologien eine deutlich bessere Sprachqualität, einen schnelleren Verbindungsaufbau und eine effizientere Bandbreitennutzung. Voraussetzung für die Nutzung von VoLTE ist ein VoLTE-fähiges Endgerät in Kombination mit einem entsprechenden Mobilfunkvertrag.

Datenvolumen im Mobilfunk

Das mobile Datenvolumen steigt weiter steil an. Während zum Jahresende 2020 das Datenvolumen 3.972 Mio. GB betrug, erwartet die Bundesnetzagentur nach vorläufigen Berechnungen zum Ende des Jahres 2021 einen Anstieg um 30 Prozent auf etwa 5.163 Mio. GB.