Infrastrukturzahlen

Hier finden Sie Zahlen zum aktuellen Gesamtbestand der Infrastrukturen im Infrastrukturatlas.

  • Es handelt sich um Trassenlängen; parallel verlaufende Leitungen bzw. Rohre eines Anbieters werden nur einfach gezählt.
  • Rückschlüsse auf verfügbare Endkundenanschlüsse sind nicht möglich, da Glasfaserleitungen branchenübergreifend auch von Unternehmen erhoben werden, die keine Endkundenanschlüsse anbieten.
  • Die Lageungenauigkeiten der Infrastrukturen und Vereinfachungen der Verwaltungsgebietsgrenzen beeinflussen die Zuordnung der Infrastrukturen und damit die Summenberechnung.
  • Zu manchen Infrastrukturen liegen noch keine digitalen georeferenzierten Daten vor.
  • Die Datenlieferung an den Infrastrukturatlas ist nicht für alle Infrastrukturen verpflichtend.
  • Sicherheitsrelevante bzw. kritische Infrastrukturen werden nicht in der Statistik erfasst.



Entwicklung der Liniengeometrien

Die Entwicklung der als Linien dargestellten Infrastrukturen seit Dezember 2019 ist, insbesondere bei der Betrachtung der absoluten Längen (km), überwiegend konstant. Besonders hervorstechend in der Gesamtsicht ist der sprunghafte Anstieg der Richtfunkstrecken im Januar 2020. Dieser ist zurückzuführen auf die Übernahme der Daten eines großen Datenlieferanten in den Infrastrukturatlas. Die Schwankungen in der Länge der vorhandenen Richtfunkstrecken sind auf interne Umstrukturierungen der Richtfunkstreckenverbindungen bei großen Netzbetreibern zurückzuführen.

Aufgrund der stark voneinander abweichenden Gesamtlängen der jeweiligen Infrastrukturen, lohnt auch der Blick auf die Entwicklung einzelner Infrastrukturen. Über die Legende des Diagramms lassen sich Elemente aus- bzw. einblenden und ermöglichen die detailliertere Sicht auf den Verlauf.

Die Darstellung der Wachstumsrate zu Dezember 2019, ermöglicht zudem eine bessere Vergleichbarkeit der Entwicklungslinien seit Datenerhebung. Das kontinuierliche Wachstum bei den Abwasserleitungen, ist mit der Kommunenaktion 2020 zu begründen, da meistens die jeweiligen Kommunen Eigentümer dieser Infrastrukturen sind und diese zunehmend als Datenlieferanten gewonnen werden können.



Entwicklung der Punktgeometrien

Auch die Entwicklung der als Punkte dargestellten Infrastrukturen sieht in der Gesamtbetrachtung der absoluten Anzahlen auf den ersten Blick überwiegend konstant aus.

(Holz-)Masten werden erst seit Mai 2020 im Infrastrukturatlas dargestellt. Bei der Berechnung der Wachstumsraten beziehen sich diese deshalb auf den Basiswert Mai 2020 und nicht wie bei den übrigen Punktgeometrien auf den Basiswert Dezember 2019.

Die sinkende Zahl der Funkmasten ist damit zu erklären, dass dieser Kategorie bislang z. T. auch (Holz-)Masten zugeordnet worden sind, die nun entsprechend umkategorisiert werden. Auch eine geänderte Punktgeneralisierung eng zusammenliegender Punktinfrastrukturen gleicher Art für die jeweiligen Infrastrukturinhaber, mindert die Anzahl der dargestellten Funkmasten. Die Punktgeneralisierung dient einer besseren Übersichtlichkeit im Infrastrukturatlas.

Insgesamt ist bei allen anderen Punktgeometrien ein positiver Trend zu beobachten. Dies lässt sich einerseits auf die Kommunenaktion 2020 zurückführen aber auch auf die verstärkte Nachfrage insbesondere nach kommunalen Infrastrukturen bei allen übrigen Datenlieferanten (z. B. Straßenlaternen bei Stadtwerken).

Aufgrund der stark voneinander abweichenden Gesamtstückzahlen der jeweiligen Infrastrukturen, lohnt auch hier der Blick auf die Entwicklung einzelner Infrastrukturen.

Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass der Infrastrukturatlas ein dynamisches Instrument ist, dessen Datenbestand durch sich ändernde Anforderungen, neu gewonnene Erkenntnisse und insbesondere den Gewinn von neuen Datenlieferanten beeinflusst wird.